Geld verdienen mit Forex-Trading – so kann es funktionieren

Das Forex-Trading, also der Handel mit Devisen, dient den meisten Privatkunden als spekulative Möglichkeit, in kurzer Zeit möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Allerdings ist das Forex-Trading nicht ausschließlich für kurzfristige Spekulationen geeignet, sondern darüber hinaus werden immer mehr Strategien entwickelt, um auch langfristig mit dem Forex-Trading Geld zu verdienen. Wir möchten in unserem Beitrag auf beide Varianten eingehen, Sie also darüber informieren, ob Geld verdienen mit Devisen handeln möglich ist und welche Varianten es in diesem Bereich geben kann.

Hintergrundwissen: wie funktioniert das Forex-Trading?

Bevor Sie sich mit dem Thema beschäftigen können, ob und in welcher Form Sie mit dem Devisenhandel Geld verdienen können, sollten Sie natürlich die Grundlagen kennen. Dazu gehört unter anderem zwingend, dass Sie wissen, wie das Forex-Trading eigentlich funktioniert. Im Grunde ist es ganz einfach: Sie suchen sich ein bestimmtes Währungspaar aus, wie zum Beispiel Euro / US-Dollar. Anschließend müssen Sie sich entscheiden, ob Sie auf einen steigenden oder fallenden Dollarkurs spekulieren möchten. Dies funktioniert auf die gleiche Art und Weise natürlich auch mit jeder anderen Währung. Sind Sie beispielsweise der Auffassung, dass der US-Dollar im Vergleich zum Euro in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten an Stärke gewinnen wird, müssen Sie die amerikanische Währung kaufen und gleichzeitig Euro verkaufen.

Ein wichtiger Teil des Handels mit fremden Währungen ist der Hebel, der vom Forex-Broker zur Verfügung gestellt wird. Dieser führt nämlich dazu, dass Sie nur einen relativ geringen Anteil Eigenkapital in den Handel einbringen müssen. Beläuft sich der Hebel beispielsweise auf 200:1, müssen Sie lediglich einen Euro Eigenkapital einsetzen, um einen Gegenwert von 200 Euro handeln zu können. Gewinne machen Sie beim Forex-Trading immer dann, wenn sich Ihre Erwartungen erfüllen. Im vorherigen Beispielfall würde dies bedeuten, dass der Dollarkurs tatsächlich steigt und Sie demzufolge Ihre Dollar-Position mit Gewinn verkaufen können.

Geld verdienen mit dem Forex-Trading – kurzfristige Spekulationen

In den meisten Fällen sind es kurzfristige Spekulationen, mit denen die Akteure am Devisenmarkt versuchen, mittels Forex-Trading Geld zu verdienen. In diesem Fall entscheiden sich insbesondere Anfängern dafür, eine der folgenden Weltwährungen zu handeln:

  • Euro
  • US-Dollar
  • Britisches Pfund
  • Schweizer Franken
  • Japanischer Yen

Um möglichst erfolgreich beim Handel mit Devisen zu sein, ist allerdings nicht nur ein grundlegendes Wissen erforderlich, sondern es gibt noch weitere Hilfsmittel, welche die Chance auf gute Gewinne erhöhen können. Zu nennen ist hier beispielsweise eine passende Strategie, denn nur aus dem Bauch heraus zu handeln, ist meistens eine schlechte Wahl. Um mit dem Forex-Trading Geld zu verdienen, sollten Sie sich zumindest grundlegend im Bereich der Charttechnik auskennen. Technische Analysen sind nämlich bei kurzfristigen Spekulationen nahezu unabdingbar, denn nur so lassen sich die entsprechenden Handelssignale erkennen, die zum Beispiel darauf hindeuten, ob sich ein Kurs in naher Zukunft voraussichtlich nach oben oder unten bewegen wird.

Risikomanagement von großer Bedeutung

Wenn Sie mit Spekulationen am Devisenmarkt dauerhaft Geld verdienen möchten, dann sollten Sie ein gutes Risikomanagement haben. Dies setzt nicht nur eine gut funktionierende Strategie voraus, sondern darüber hinaus ist es ebenfalls wichtig, einige Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Diese sollen in der Summe dazu beitragen, dass sich die Gefahr von Verlusten verringert. Eine gute Handelsstrategie ist dabei eine wichtige Basis, allerdings sollten Sie darüber hinaus zum Beispiel ebenfalls darauf achten, Ihr Spekulationskapital zu streuen. Das bedeutet, dass Sie nicht nur auf einen Währungskurs spekulieren, sondern sich für mehrere Devisenkurse entscheiden. Durch die sogenannte Diversifikation schaffen Sie es häufig, sowohl das Gesamtrisiko Ihres Portfolios zu reduzieren als auch die mögliche Rendite zu optimieren.

Ebenfalls Teil eines guten Risikomanagement ist für gewöhnlich das Arbeiten mit Chartsignalen sowie mit der Stop-Loss Order. Es handelt sich dabei um einen Auftrag, den Sie dem Broker bezüglich einer bestehenden Devisenposition erteilen. Die Stop-Loss Order bewirkt, dass eine Bestandsposition automatisch verkauft wird, wenn ein bestimmter Kurs unterschritten wird. Somit haben Sie durch die Stop-Loss Order die Möglichkeit, noch nicht realisierte Gewinne zu sichern oder zumindest eventuelle Verluste zu begrenzen.

In der Übersicht ist das Risikomanagement also eine wichtige Voraussetzung, wenn Sie mit dem Forex-Trading Geld verdienen möchten und besteht unter anderem aus den folgenden Bestandteilen:

  • Handelsstrategie
  • Chartanalyse
  • Risikostreuung (Diversifikation)
  • Stop-Loss Order
  • Überwachung laufender Positionen

Angst und Gier als schlechte Berater

Geld verdienen mit dem Forex-Trading ist nicht einfach, aber selbstverständlich auch nicht unmöglich. Ein wichtiger Punkt besteht darin, dass Sie möglichst nicht emotional handeln. Sowohl Gier nach zu hohen Gewinnen als auch Angst vor Verlusten sind in dem Zusammenhang sehr schlechte Berater. Um diese Gefühle weitestgehend auszuschalten, ist es sehr wichtig, dass Sie an Ihrer Strategie festhalten. Das bedeutet, dass Sie auch einmal Gewinne mitnehmen und nicht darauf hoffen, dass noch höhere Einnahmen entstehen. Auf der anderen Seite ist es genauso wichtig, bei zwischenzeitlichen Verlusten nicht in Panik zu geraten, denn meistens gleichen sich diese nach einem bestimmten Zeitraum wieder aus.

Geld verdienen Forex-Trading auf lange Sicht hin

In erster Linie nutzen die meisten spekulativ eingestellten Anleger und Trader das Forex-Trading natürlich, um so in kurzer Zeit möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Es gibt mittlerweile allerdings zusätzlich mehrere Möglichkeiten, wie Sie mit dem Forex-Trading Geld verdienen können, dabei jedoch eher mittel- und langfristig orientiert sind. Dies funktioniert meistens über bestimmte Systeme, die von speziellen Dienstleistern angeboten werden. Das Angebot ähnelt in gewissen Bereichen einer Vermögensverwaltung, denn die meisten Angebote dieser Art laufen nach einem ähnlichen oder gleichen Schema ab, welches sich in die folgenden Schritte gegliedert:

  1. Einzahlung tätigen
  2. Geld wird am Devisenmarkt investiert
  3. Ausschüttung von Erträgen
  4. Kapitalrückzahlung

Vereinfacht dargestellt melden Sie sich zunächst bei dem Finanzdienstleister an, was in aller Regel in Form einer kostenlosen Registrierung funktioniert. Anschließend müssen Sie eine bestimmte Mindestanlagesumme überweisen, beispielsweise 2.000 Euro. Ihr Geld und das zahlreicher weiterer Anleger wird dann vom Finanzdienstleister verwendet, um es am Devisenmarkt zu investieren. Dabei geben die meisten Anbieter an, dass sie mit speziellen Handelssystemen und einer Chart-Software arbeiten, was einen besonders erfolgreichen Handel möglich macht.

Das Ziel besteht natürlich darin, dass das Geld verdienen mit dem Forex-Trading in hohem Maße automatisiert werden kann. Das Problem besteht allerdings darin, dass es am Markt sehr viele solcher Anbieter gibt, von denen allerdings nur ein kleinerer Teil tatsächlich langfristig erfolgreich arbeitet. Aus diesem Grund sollten Sie solche Angebote genau prüfen, denn es existieren sogar unseriöse Offerten in diesem Bereich.

Geld verdienen mit Devisen – welche anderen Wege gibt es?

Neben dem Forex-Trading, also dem direkten Investment am Devisenmarkt, und den im vorherigen Abschnitt angesprochenen Angeboten spezieller Finanzdienstleister gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie Sie mit der Entwicklung von Währungskursen Geld verdienen können. In den meisten Fällen handelt es sich um sogenannte Derivate, also um abgeleitete Finanzprodukte. Diese beziehen sich nicht nur auf Aktien, Rohstoffe oder Indizes, sondern ebenfalls oftmals auch auf Devisen. Zu nennen sind hier insbesondere die folgenden Finanzprodukte, mittels derer Sie mit dem Forex-Trading Geld verdienen können:

  • Optionen
  • Optionsscheine
  • Futures
  • CFDs
  • Zertifikate

Sowohl bei Optionen und Futures als auch bei Optionsscheine und Zertifikaten haben Sie verschiedene Produkte, bei denen sich die Preis- und Wertentwicklung des jeweiligen Papiers davon ableitet, ob ein bestimmter Devisenkurs steigt oder fällt. Zudem gibt es bei Optionen und Optionsscheinen immer zwei Richtungen, nämlich Call- oder Put-Optionen. Somit ist es möglich, nicht nur auf steigende, sondern ebenso auf fallende Devisenkurse zu spekulieren. Gleiches gilt für das CFD-Trading, welches besonders beliebt ist. Dort existieren bei nahezu allen CFD-Brokern ebenfalls Devisen als Basiswerte, sodass Sie beispielsweise mittels eines CFDs darauf spekulieren können, wie sich der Kurs des amerikanischen US Dollars gegenüber dem Euro zukünftig entwickeln wird. Bei CFDs befinden wir uns allerdings wiederum im hochspekulativen Bereich, sodass eher weniger vom langfristigen Geld verdienen gesprochen werden kann. Trotzdem ist es prinzipiell aufgrund der nicht vorhandenen Laufzeitbegrenzung der CFDs möglich, auch über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgreich zu sein.

Geld verdienen mit dem Forex-Trading – Tipps und Tricks

Die Verlockungen sind groß und zahlreiche Werbevideos tun ihr übriges, denn dort wird häufig suggeriert, dass das Geld verdienen mit dem Forex-Trading einfach und für jedermann möglich ist. Nicht selten wird sogar davon gesprochen, ein regelmäßiges Einkommen durch den Handel mit Devisen im höheren drei- oder sogar vierstelligen Bereich pro Monat zu erzielen, wäre kein Problem. Dennoch ist es insbesondere für Anfänger sehr schwierig, diese Ziele auf eigene Faust zu erreichen. Sie können allerdings zumindest etwas dafür tun, das Risiko von Verlusten zu reduzieren, indem sich ausführlich informieren und auf einige Tipps und Tricks achten. Einige davon möchten wir im Folgenden kurz nennen.

Tipp 1: Wählen Sie zunächst die großen Währungen

Der erste häufig gegebene Tipp lautet, dass sich Anfänger im Bereich Forex-Trading zunächst auf die großen und bekannten Währungen konzentrieren sollten. Der wesentliche Grund besteht darin, dass die Schwankungsbreite dort deutlich geringer als bei kleineren und exotischen Währungen ist. Zudem ist der Markt fast immer vollkommen liquide, wenn Sie beispielsweise US-Dollar, den Euro oder auch Schweizer Franken handeln. Daher gelten die großen Weltwährungen als ideale Einstiegswährungen, wenn Sie mit dem Forex-Trading beginnen.

Tipp 2: Nutzen Sie die Möglichkeit des Social-Trading

Unter dem Schlagwort Social-Trading bieten einige Forex-Broker eine Art Community an, in der Sie sich nicht nur mit anderen Tradern austauschen können, sondern meistens zusätzlich die Möglichkeit haben, von deren Erfahrungen zu lernen. Dies geschieht, indem Sie Einsicht in die Handelsaufträge ausgewählter Trader bekommen und die entsprechenden Trades sogar kopieren können. Das Social-Trading hilft Ihnen dabei, von professionellen Tradern zu lernen und so eigene Fehler zu vermeiden oder zumindest die Wahrscheinlichkeit von Verlusten zu reduzieren.

Tipp 3: wählen Sie eine Handelsstrategie aus

Um Geld verdienen zu können, wenn Sie am Devisenmarkt aktiv sind, sollten Sie stets eine Handelsstrategie nutzen. Wählen Sie dabei die Strategie aus, die am besten zu Ihrer eigenen Einstellung passt. Sind Sie beispielsweise eher positiv eingestellt, bietet sich – insbesondere für Anfänger – vor allem die sogenannte Trendfolgestrategie an. Möchten Sie hingegen vor allem bei ungewöhnlichen Ereignissen am Markt profitieren, würden sich stattdessen unter anderem die Ausbruchsstrategie oder auch die Volatilitätsstrategie eignen. Wichtig ist nur, dass Sie in der Praxis an der Strategie festhalten und auch in schwierigen Situationen nicht emotional reagieren.