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CFD Nachschusspflicht – Beispiel und Erklärung

Den attraktiven Profitmöglichkeiten im Handel mit CFDs stehen beträchtliche Verlustrisiken gegenüber. Trotz professionellen Risikomanagements und automatischer Sicherheitsmechanismen der Broker Plattformen kann es im Extremfall zu Verlusten über die geleistete Einlage hinaus kommen. Dann werden Trader mit dem berüchtigten „Margin Call“ konfrontiert. Mit einem Margin Call fordert ein Broker seinen Kunden dazu auf, neue Einzahlungen auf das Handelskonto zu tätigen – entweder um die zwangsweise Schließung einer offenen Position zu vermeiden oder um angelaufene Negativsalden auszugleichen. Doch wie kann es trotz Stop Loss dazu kommen?

bonusNachschusspflicht: So kommt es zu einem Margin Call

Dazu ein Fallbeispiel. Ein Trader hat am Freitagnachmittag zum Briefkurs von 8000 Punkten zehn DAX-CFD Kontrakte eröffnet. Der Kontaktwert beträgt 1,0 € pro Indexpunkt, die Initial Margin 1,0 %. Die Initial Margin beträgt somit 800 €. Der Trader platziert ein Stop Loss bei 7960 Punkten (Geldkurs). Nachdem der Index die Handelswoche unverändert beendet, werden im Laufe des Wochenendes überraschend schwache Konjunkturdaten bekannt. Der DAX eröffnet am Montagmorgen bei 7700 Punkten (Geldkurs).

 

Der Verlust von 300 Punkten bedeutet 3000 € Verlust auf dem Handelskonto. Die geleistete Sicherheitsleistung in Höhe von 800 € ist damit vollständig aufgezehrt. Der Verlust geht zusätzlich über das freie Kontoguthaben von 1000 € hinaus. Kurz nach dem Handelsstart teilt der Broker mit, dass die Position geschlossen und eine Aufforderung zum Nachschuss von 1200 € auf den Weg gebracht wurde.

 

 

checkStop-Loss ist unlimitierte Verkaufsorder

Das Stop Loss hätte den maximalen Verlust auf 40 Punkte je Kontrakt und damit 400 € begrenzen sollen. Ein Blick auf den Chart zeigt, warum dies nicht geschehen ist: Der DAX hat am Montagmorgen mit einer Kurslücke (Opening Gap) eröffnet. Zwischen dem letzten Kurs am Freitag und dem ersten Kurs am Montag klafft eine Differenz von 300 Punkten.

 

Ein Stop Loss ist nichts anderes als eine unlimitierte Verkaufsorder, die mit dem Erreichen des festgelegten Stop Loss-Levels unwiderruflich aktiviert wird. Nach der Aktivierung erfolgt die Glattstellung der Position zum nächstmöglichen Kurs. Ein Stop Loss schützt somit nicht vor Kurslücken, die nicht nur über das Wochenende, sondern auch während der Handelswoche und auch innerhalb laufender Handelstage auftreten können.

 

 

workflow2Closeout-Level schützt nicht gegen Kurslücken

In einem solchen Szenario schützen auch die Sicherheitsmechanismen der Broker nicht gegen Verluste, die über das Kontoguthaben hinaus gehen. Nahezu jeder Broker legt eine Maintenance Margin fest, ab deren Erreichen der sogenannte Closeout-Level aktiviert und die defizitäre Position automatisch und ohne Aufforderung durch den Kunden geschlossen wird.

 

Broker können ihren Kunden grundsätzlich zwei Möglichkeiten zum Schutz gegen unerwünschte Nachschusspflichten bieten. Einige Broker schließen negative Kontostände in ihren Geschäftsbedingungen rechtsverbindlich aus und übernehmen für derartige Szenarien damit selbst die Haftung. Das geht häufig mit etwas höheren Marginanforderungen einher. Im Idealfall sprechen Broker diesen Schutz für eine beliebige Anzahl von Unterkonten aus.

 

 

screenGarantiertes Stop-Loss und Ausschluss der Nachschusspflicht

Andere Broker ermöglichen ihren Kunden gegen eine zusätzliche Gebühr bzw. Versicherungsprämie die Aufgabe garantierter SL-Orders. Dabei wird die Glattstellung der Position zum festgelegten Kursniveau garantiert. Die dabei anfallenden Gebühren machen das Modell für sehr starke gehebelte Transaktionen allerdings unattraktiv.

 

Ist ein negativer Kontosaldo einmal angelaufen muss das Konto zwingend ausgeglichen werden: Rechtlich handelt es sich um eine letztlich nicht zu bestreitende Forderung des Brokers gegen seinen Kunden.