DER BESTE FOREX & BINÄR BROKER im Vergleich: BD SWISS!

  • Handelskonto bereits ab 100€!
  • Kostenloses Demokonto
  • Geringe Spreads
  • Reguliert in Großbritannien
  • Erstklassiger Support!

CFD Hebel – Beispiel und Erklärung

Die große Hebelwirkung gehört zu den reizvollsten Eigenschaften von CFDs. Doch woraus genau resultiert der Hebel, welche Eigenschaften besitzt er und welche Kosten und Risiken sind mit dem Leverage Effekt verbunden? Die Hebelwirkung im CFD Trading resultiert aus dem im Vergleich zum Direktinvestment in den Basiswert verringerten Kapitaleinsatz. Ein CFD Kontrakt auf eine beliebige Aktie bildet deren Kursverlauf 1:1 ab. Steigt der Aktienkurs um 1,0 €, erhöht sich auch der nominale Kontraktwert um 1,0 €.

bank2Hebel im CFD Trading: Weniger Einsatz, größerer Gewinn

Dazu ein Fallbeispiel, das aus Gründen der Vereinfachung auf die Geld/Brief-Spanne verzichtet. Die XYZ Aktie notiert bei 100 €, was auch dem Wert des CFD Kontrakts entspricht. Der Broker verlangt eine Initial Margin von 10 % bzw. 10 € pro Kontrakt.

Die XYZ Aktie steigt um 10 % auf 110 €. Der CFD Kontrakt notiert damit ebenfalls bei 110 €. Bezogen auf den geleisteten Einsatz (10 €) entspricht dies jedoch nicht 10 %, sondern 100 % Gewinn. Der CFD Hebel resultiert somit ausschließlich aus dem geringeren Einsatz. Mathematisch entspricht der Hebelfaktor dem Kehrwert der Marginanforderungenen: Der Kehrwert von 10 % bzw. 0,1 ist bekanntlich 10,0.

 

 

Der CFD Hebel ist nicht konstant

Im obigen Beispiel wurde der Hebel anhand von zwei Zeitpunkten und in Bezug auf den anfänglichen Einsatz gemessen, so wie es in der einschlägigen Literatur und der Produktdarstellung der Broker üblich ist. Der Hebel hat jedoch eine weitere Eigenschaft: Er ist im Zeitverlauf nicht konstant. Bei einer Longposition reduziert sich der Hebel bei steigenden Kursen, während er bei fallenden Kursen wächst.

Um diesen Zusammenhang zu verdeutlichen kann am Ende des vorangegangenen Beispiels angesetzt werden. Die XYZ Aktie und ihr CFD notieren bei 110 €. Der Eigenkapitalanteil der Position beträgt (wenn aus Gründen der Vereinfachung auch Finanzierungskosten ignoriert werden) nicht mehr 10 €, sondern 20 €, weil zusätzlich zur anfänglich geleisteten Margin auch der angelaufene und noch nicht realisierte Gewinn Eigenkapital darstellt. Der Anleger könnte in diesem Beispiel neun Euro pro Kontrakt zu anderen Zwecken einsetzen und würde die Marginanforderungenen dennoch erfüllen. Alternativ könnte die Position ohne Nachschuss aufgestockt werden.

 

 

chartBei steigenden Kursen sinkt die Hebelwirkung einer Longposition

Wird die Position dagegen mit einem Eigenkapitalanteil von 20 € pro Kontrakt weitergeführt und steigt der Kurs der Aktie im Anschluss daran abermals um 10 % bzw. 11 € auf 121 € führt dieser Kursanstieg zu einem Wachstum des Eigenkapitals um 55 % (31 € statt 20 €). Der Hebel hat sich somit auf den Faktor 5,5 reduziert.

Es ist wichtig zu verstehen dass es sich bei dieser Betrachtung um die Analyse des „Grenzhebels“ handelt, der angibt, wie die Hebelwirkung in Bezug auf den Eigenkapitalanteil einer Position für die nächste, denkbare Kursbewegung ausfällt. Wird die gesamte Kursbewegung von 100 € auf 120 € (21 %) mit der Entwicklung des Eigenkapitals (+210 %) verglichen entspricht dies weiterhin einer Hebelwirkung von 10.

Umgekehrt gilt, dass der „Grenzhebel“ einer Longposition wächst, wenn die Kurse fallen. Dazu sei angenommen, der Kurs der XYZ Aktie sei von 100 € auf 95 € gefallen. Ausgehend von diesem neuen Kursniveau und dem daraus resultierenden Eigenkapitalanteil von 5 € pro Kontrakt führt ein Kursanstieg um 10 % auf 104,50 € zu einem Anwachsen des Eigenkapitals um 190 %.

 

 

operationCFD Hebel im Vergleich mit anderen Derivaten

Die Hebelwirkung im CFD Handel fällt insgesamt sehr groß aus, auch wenn zwischen den Brokern Unterschiede bestehen. Bluechip Aktien können mit dem 5-10 fachen ihres Marktwertes, Indices mit dem bis zu 100fachen und Devisenpaare sogar mit dem bis zu 200fachen ihres Marktwertes gehandelt werden. Mit Lombardkrediten lassen sich Finanzhebel in dieser Größenordnung ebenso wenig realisieren wie mit klassischen Terminkontrakten, da die Eigenkapitalanforderungen hier sehr viel höher sind.

Dem CFD Hebel kommt die Hebelwirkung von Knock-out Zertifikaten am nächsten, da auch diese die Hebelwirkung ausschließlich über den Eigenkapitalanteil definieren und der Kurs des CFDs sich ausschließlich am Kurs des Basiswertes orientiert. Bei Optionen und Optionsscheinen spielen die Restlaufzeit und die implizite Marktvolatilität eine Rolle, so dass sich die Hebelwirkung aus mehreren Variablen zusammensetzen kann.